Abenteuerlich

Was schätzen die Reunionesen an ihrer Heimat besonders? „Was mir am besten gefällt, sind die unterschiedlichen Landschaften“, sagt Künstler Teddy B. „Mit dem Auto kann man hier innerhalb von 30 Minuten aus den Bergen zum Strand, durch eine tropische Zone in die Savanne kommen. Eine einzigartig vielfältige Natur.“ Mit anderen Worten: Man erkundet die Insel am besten nicht nur zu Fuß. Um einen Überblick zu bekommen, sollte man ein Auto mieten. Wer es extravaganter mag, wird auch mit Reitpferden oder Paraglideschirmen versorgt. Das ultimative Erlebnis allerdings: ein Rundflug über die Insel. Der Blick von oben in die Vulkankrater ist atemberaubend.

Vulkanisch

Réunion ist eine Vulkaninsel. Entstanden ist sie aus dem heute erloschenen Piton des Neiges, dem mit 3071 Metern höchsten Berg der Insel. Ihren feurigen Ruf verdankt sie dem immer noch aktiven, aber ungefährlichen Piton de la Fournaise. Eine Tour auf den Piton des Neiges wird mit Führern und in zwei Etappen vollzogen, wovon die zweite am frühen Morgen beginnt und von einem atemberaubenden Gipfelblick in die aufgehende Sonne gekrönt ist. Der Piton de la Fournaise hingegen ist nach seinem letzten großen Ausbruch im Jahr 2007 nur noch eingeschränkt begehbar, eine Wanderung durch die zerklüftete Kraterlandschaft lohnt sich dennoch.
www.maisonduvolcan.fr

Künstlerisch

Schwulen Reisenden sei ein Besuch in der malerischen Gemeinde Les Avirons im Südwesten empfohlen. Dort in der Nähe befindet sich nicht nur der faszinierende, schwarze Strand von L’Etang Salé Les Bains, sondern auch das Atelier von Teddy B. Der Maler und Zeichner fertigt imposante Akt-Cartoons, prachtvolle Beach-Boy-Tableaus und kernige Bärenporträts an. Teilweise benutzt er endemische Blätter von reunionesischen Bäumen für Collagen. Im Chemin Fond Maurice Nummer 16 können Besucher seine Werke montags bis samstags von 8 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr ansehen und kaufen. www.bcb-graphix.com

Wassersportlich

Wander- und Trekkingfans sind auf Réunion sowieso richtig, aber auch Taucher, Surfer, und Jetskifahrer kommen auf ihre Kosten. Zum Schnorcheln sind besonders die Korallenriffe an der Westküste empfehlenswert, vor denen sich auch die schönsten Strände wie Roches Noires, L’Ermitage und Boucan Canot befinden. Übrigens: Nacktbaden ist auf Réunion in der Regel unerwünscht, teilweise sogar strafbar. Einzig am Naturisten-Strand La Sourie Chaude bei Trois Bassin trotzt man bis heute dem „Nudophobisme“.

Köstlich

Die Küche auf Réunion ist kreolisch geprägt. Als Snack für zwischendurch werden überall die frittierten Teigtaschen Samoussas (wahlweise mit Fleisch, Fisch, Gemüse oder Früchten gefüllt) oder die beliebte Wan-Tan-Variante Bouchons angeboten. Als Hauptgang gibt es „Cari“: Reis-Currys mit Fleisch oder Fisch. Dazu trinkt man am besten das süffige Dodo-Bier. Es ist benannt nach dem putzigen Dodo-Vogel, der hier heimisch war, bevor er im 17. Jahrhundert ausstarb, gebraut wird es in der Brasserie de Bourbon. Die wurde mittlerweile von Heineken geschluckt, lässt bei amüsanten Besichtigungen (dienstags bis donnerstags) im Maison de la Bière aber weiterhin das Lokalkolorit hochleben. www.ladodo.com

Urban

Das kulturelle Zentrum von Réunion ist die Hauptstadt St. Denis am nördlichsten Zipfel der Insel. Hier kann man im Théatre Le Grand Marché zeitgenössische Bühnenproduktionen und Konzerte erleben, im Musée Léon-Dierx Werke von Picasso und Matisse bewundern oder auf den belebten Märkten dem Duft der hier heimischen Vanille folgen. Außerdem ist in der Rue Pasteur 108 die einzige explizite Homo-Bar der Insel beheimatet: das Le Boy’s. Von Mittwoch bis Samstag bringt dort nicht nur die allabendliche Karaoke die Luft zum Brennen.

INFO

www.insel-la-reunion.info

ANREISE

Air France fliegt täglich ab zehn deutschen Flughäfen über Paris nach La Réunion. Ob in der günstigen Reiseklasse Voyageur (Economy Class), der besonders bequemen Alizé oder der exklusiven Affaires (Business Class) mit erstklassigem Service und höchstem Komfort, man kommt sicher ins Urlaubsparadies.
www.airfrance.de