Lust auf einen schwulen Aktivurlaub in Neuseeland? Hier findest du Tipps, Tricks und relevante Adressen. Inspiration bietet die Reportage Neuseeland: Urlaub vor großer Kulisse.

Text und Fotos: Tobias Sauer

Info

New Zealand Tourism

Auf der toll gemachten Seite von New Zealand Tourismus findet man einige Inspirationen für den geplanten Urlaub am anderen Ende der Welt. Spezielle Infos für Schwule gibt es nicht, dafür aber Hinweise für Aktivurlauber.

Spartacus App

Die Spartacus App fürs iPhone informiert über Bars, Cafés, Clubs, Restaurants, Kinos, Saunen, Shops, Orte zum Cruisen und schwule Vereine und Gruppen in Auckland, Queenstown und ganz Neuseeland.

 

Anreise

Air New Zealand

Egal, was die Werbung sagt: Der Flug nach Neuseeland dauert lange – mit Umstiegs- und Wartezeiten in London und Los Angeles ist man je nach Verbindung gut und gerne über 30 Stunden unterwegs. Air New Zealand bietet auch in der Economy Class bequeme Sitzabstände und auf einigen Flügen die Gelegenheit, drei nebeneinander liegende Sitzplätze zu einer Couch umzufunktionieren, auf der zwei Erwachsene einigermaßen bequem schlafen können. Die sogenannte „Skycouch“ kann im Voraus gebucht werden.

 

Reisezeit

Auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten umgekehrt zu unseren. Die Temperaturen sind denen in Europa prinzipiell vergleichbar, wobei es in Neuseeland dank seiner Insellage nie sehr heiß oder sehr kalt wird. Wer im beginnenden neuseeländischen Frühling kommt, also im Oktober, profitiert von weniger Andrang und erlebt die Natur in üppigstem Grün.

 

Übernachten

The Boatshed

Auf Waiheke, vor der Küste Aucklands, überzeugt das auf einem kleinen Hügel gelegene Boatshed (Ecke Tawa und Huia Street) nicht nur mit der tollen Aussicht auf eine kleine Meeresbucht. Die Küche des luxuriösen Bed & Breakfast serviert exklusiv für Gäste ein täglich neu entworfenes Menü. Eigentümer und Manager Jonathan kann zudem über queeres Leben in Neuseeland berichten.

 

970 Lonely Bay Lodge

Die 970 Lonely Bay Lodge (970 Purangi Road, Whitianga, Coromandel) liegt ganz in der Nähe der namensgebenden einsamen Bucht, an der man tatsächlich wunderbar in Ruhe ausspannen kann. Aber auch die luxuriösen Apartments der Lodge tun gut, denn diese bieten teilweise auf mehreren Stockwerken viel Platz und eine tolle Aussicht. Das Frühstück wird frisch zubereitet und schmeckt großartig.

 

Te Puna Wai

Richard und James haben in den letzten Jahren ihre alte Villa in Nelson, dem Tor zum Abel-Tasman-Nationalpark, Stück für Stück liebevoll renoviert. Mit den beiden Gastgebern des Gästehauses Te Puna Wai (24 Richardson Street, Nelson) abends oder beim Frühstück über Gott und die Welt zu quatschen, macht richtig Spaß. Von der Veranda bietet sich außerdem ein toller Blick über die Bucht von Nelson.

 

Grand Mercure Nelson Monaco

Die kleinen Häuschen des Grand Mercure Nelson (6 Point Road, Monaco) mit ihren verwitterten Backsteinen und den wunderschönen Holzbalken sehen aus, als hätten sie schon Jahrhunderte auf dem Buckel. Dabei sind sie neu gebaut, nur die alten Materialien hat man eigens besorgt. So verbinden sie Flair mit moderner Raumaufteilung.

 

Olivers Central Otago

Das Olivers (34 Sunderland Street, Clyde) in Clyde ist in einem alten Kaufmannsladen aus der Zeit des Goldrauschs vor rund hundertfünfzig Jahren untergebracht. Im ehemaligen Ladenlokal befindet sich heute ein erstklassiges Restaurant, in den alten Stallungen kann man übernachten. Weil das Geb.ude historischen Wert hat, wurde es unter dem strengen Blick der Denkmalschutzbehörde behutsam und liebevoll renoviert.

 

Restaurants

The Oyster Inn

Jonathan und Andrew haben sich einst im Urlaub in die Insel Waiheke verliebt. Erstklassige Muscheln werden dort geerntet, doch ein den Meeresfrüchten würdiges Restaurant fehlte damals. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Die beiden eröffneten kurzerhand ihr eigenes, das Oyster Inn (124 Oceanview Road, Oneroa, Waiheke). In einem Nebengebäude vermieten sie übrigens auch drei Gästezimmer.

 

Eichardt’s Bar

Im Eichardt’s (2 Marina Parade, Queenstown), in dem man auch übernachten kann, macht es richtig Spaß, sich mit Freunden einmal quer durch die Speisekarte zu essen. Hier werden die tolle Tapas zum Teilen mit meist lokalen Zutaten angeboten. Wer lieber vegetarisch isst und auf die wunderbar zarten Lammbäckchen verzichten kann, findet ebenfalls eine große Auswahl.

 

Mercury Bay Estate

Seit einem Jahr bewirtschaften Simon und seine Frau Valentina das Weingut Mercury Bay Estate (761A Purangi Road, Coromandel) mit Blick auf die Bucht, in welcher der berühmte Seefahrer Captain Cook einst ankerte, um den Transit des Merkur vor der Sonne zu beobachten. Heute lässt man sich hier unter anderem einen sehr fruchtigen, aber nicht zu süßen Rosé munden.

 

Armando’s Kitchen

Armando und sein Mann Bob leben seit über sieben Jahren in der Nähe des kleinen Städtchens Cromwell im Zentrum der Südinsel. Während Bob eine Kräuterfarm gegründet hat, versorgt Armando die Einwohner Cromwells und ihre Gäste in seinem Restaurant (71 Melmore Terrace, Cromwell) mit italienischen Köstlichkeiten.

 

Aktivurlaub

Eco Zipline

Wer nach drei spektakulären Seilrutschen über den Wald auch ein paar Infos zum lokalen Ökosystem erfahren will, ist bei der Eco Zipline (Trig Hill Road, Waiheke) auf Waiheke richtig. Die Guides klären über die Besonderheiten der Farnwälder ebenso auf wie über essbare Pflanzen und lüften das Geheimnis, warum die Maori mit den neuseeländischen Palmen nicht zufrieden waren.

 

Cathedral Cove Kayaking

Die Fahrt mit dem Kajak (88 Hahei Beach Road, Hahei) zur Cathedral Cove macht richtig Spaß, nicht zuletzt, weil die Strände unterhalb der Steilküsten zu Fuß kaum zu erreichen sind. Anschließend beginnt das Abenteuer, wenn man mit dem Boot ein paar hundert Meter aufs Meer hinausfährt, um einigen Inseln nahe zu kommen. Mit etwas Glück kann man auch im Wind segeln.

 

Wilsons Abel Tasman

Der Abel-Tasman-Nationalpark ist vergleichsweise einfach zu erreichen, weil das Städtchen Nelson gleich vor seinen Türen liegt. Trotzdem ist er alles andere als überlaufen und bietet Gelegenheit für Kajaktouren, Wanderungen oder mehrtägige Kombinationen aus beidem. Reist man mit dem Anbieter Wilsons (265 High Street, Motueka) in einer Kleingruppe, begleitet einen ein fachkundiger Guide und man übernachtet in sehr komfortablen kleinen Häusern, in denen ein Küchenteam abends leckere Menüs vorbereitet.

 

Bike It Now

Lisa, Fletch und Duncan verleihen im kleinen Goldgräber-Städtchen Clyde mit ihrem Laden Bike It Now (23 Holloway Street, Clyde) Räder an Touristen und helfen auch gerne mit Tipps für ein- oder mehrtägige Radtouren. Die können zum Beispiel entlang alter Eisenbahntrassen führen oder entlang des Flusses Clutha. Einen Teil des Weges kann man auch per Boot zurücklegen, Clutha River Cruises transportiert Radler und Räder.

 

Termine

Big Gay Out

Größer und beliebter als der Pride ist das Big Gay Out Festival, das im neuseeländischen Sommer in Auckland veranstaltet wird. Mit zahlreichen Shows wird hier auf HIV und Aids aufmerksam gemacht, außerdem wird Geld für Wohltätigkeitsvereine gesammelt.

 

Queenstown Gay Ski Week

Die Queenstown Gay Ski Week ist die vermutlich größte schwul-lesbische Skiwoche der südlichen Hemisphäre und eine der beliebtesten der Welt. Wem es im europäischen Spätsommer vom 2. bis zum 9. September 2017 einfach noch zu warm ist, der sollte sich schon einmal um einen Flug nach Neuseeland kümmern.

 

Literatur

Der Lonely Planet-Reiseführer zu Neuseeland informiert kompetent über Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten. Neben ein paar allgemeinen Infos für Schwule bietet er auch einen kleinen Guide zu Events und Bars.

 

 

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