Kaum eine Stadt in Amerika gilt als so sündig und lasterhaft wie New Orleans. Nicht nur, dass auf der Bourbon Street in aller Öffentlichkeit Alkohol getrunken werden darf – eine Besonderheit in den USA –, auch die schwulen Bars und Clubs gelten als ausgesprochen freizügig.

Text: Tobias Sauer

 

Wann kommen?

Zum Pride!

Das größte schwule Event in New Orleans ist die Mega-Party Southern Decadence, die aber erst im September wieder auf dem Programm steht. Doch warum so lange warten? Der Pride steigt schließlich schon im Juni, bietet ebenfalls ein ausreichend ausgelassenes Partyprogramm und ist zudem die politischere Veranstaltung. Ein bisschen queere Präsenz kann im Amerika unter Präsident Donald Trump ohnehin nicht schaden.

8. bis 11. Juni 2017
http://www.prideneworleans.com

 

Wo aufwachen?

Im The Roosevelt New Orleans!

Dank riesiger Kronleuchter und einer fast nicht zu überblickenden, mit Säulen gesäumten Eingangshalle kann das Roosevelt lässig mit dem Charme der 1930er-Jahre spielen. Wer hier absteigt, sollte weder einen Drink in der Sazerac Bar verpassen, noch den Pool auf dem Dach. Das Roosevelt, das zu den Waldorf-Astoria-Hotels zählt, ist ein klassisches Stück New Orleans – und das in fußläufiger Entfernung zu den meisten schwulen Bars und Clubs!

130 Roosevelt Way, New Orleans
www.therooseveltneworleans.com

 

Was anschauen?

Die Stadt mit der „Confederacy of Cruisers“!

Benannt nach dem Schelmenroman „Verschwörung der Idioten“ („Conferedercy of Dunces“) von John Kennedy Toole, führen die Cruisers auf ihren mehrstündigen Radtouren raus aus dem French Quarter und in die weniger von Touristen überlaufenen Viertel Marigny und Bywater, die lange von Minderheiten bewohnt wurden und heute zusehends hip werden.“

634 Elysian Fields Ave, New Orleans
www.confederacyofcruisers.com

 

Wo essen?

Im Bayona – und zwar Slow Food!

Slow Food gibt es nicht nur in Italien, sondern auch in New Orleans – mitten im French Quarter. Das Restaurant Bayona spiegelt mit seinen Backsteinwänden sowie den aus Holz und Metall gefertigten Stühlen und Tischen das Design der Stadt wieder. Die Karte aber lässt sich nicht so leicht eingrenzen und präsentiert Speisen, die aus lokalen Zutaten zubereitet werden, aber von amerikanischer und mediterraner Küche inspiriert sind.

430 Dauphin St, New Orleans
www.bayona.com

 

Wie feiern?

Wild in der Phoenix Bar!

Im Erdgeschoss sieht das Phoenix aus wie eine typisch amerikanische Bar mit Theke, Billardtisch und Spielautomaten. Für schwulen Touch sorgen neben der Dekoration aus einer regenbogenfarbenen Tannenzweiggirlande natürlich die Gäste, fast ausschließlich Männer, und ein Shop für Lederbedarf in einem zweiten Raum. Im Obergeschoss geht es deutlich direkter zur Sache, selbst ein Sling ist aufgebaut. Der Ruf von New Orleans als Stadt, in der alles erlaubt ist und fast alles passiert, baut ganz sicher wesentlich auf Bars wie dem Phoenix.

941 Elysian Fields Ave, New Orleans
www.phoenixbarnola.com

 

Wo gibt’s weitere Infos?

Beim Spartacus!

Der Spartacus Traveler berichtet in der Oktober-Ausgabe des Jahres 2016 in einer Reportage aus New Orleans. Die Spartacus App fürs iPhone informiert über Bars, Cafés, Clubs, Restaurants, Kinos, Saunen, Shops, Orte zum Cruisen und schwule Vereine in New Orleans, Louisiana und weltweit.